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Donnerstag, 23. April 2009

Mein Zugang zur Schöpfung(stheologie)


"Wenn ich sehe die Himmel, deiner Finger Werk, den Mond und die Sterne, die du bereitet hast: was ist der Mensch, dass du seiner gedenkst, und des Menschen Kind, dass du dich seiner annimmst?" (Ps 8)

Kreationismus, Intelligent Design, Evolution? Ich hab keine Ahnung wie Gott die Welt geschaffen hat. Naturwissenschaften waren nie mein Ding. Aber ich glaube, dass Gott die Welt geschaffen hat. Seine Schöpfung bringt mich immer wieder ins Staunen.

Ins Staunen wollen auch die biblischen Texte führen, wenn sie von der Schöpfung erzählen. "Am Anfang schuf Gott..." heißt es da. Und dann geht es los...
Gott macht aus dem Chaos etwas Sinnvolles.
Und aus der Dunkelheit macht er Licht.

Gott erschafft keine Fische (das wäre eine Untertreibung), sondern lässt es nur so wimmeln vor Fischen im Meer... Er schafft Menschen und Tiere, aber nicht nur das: Er gibt ihnen die Möglichkeit zur Fortpflanzung. Er ist ein Lebensspender durch und durch.

Mein Zugang zur Schöpfungstheologie ist also kein naturwissenschaftlicher, sondern ein durch und durch staunend-lobpreisender Zugang.


Mittwoch, 8. April 2009

Lobpreis einmal anders

Es ist eine Eigenart des ersten Buchs der Bibel, dass darin diverse Steigerungen vorkommen. Nach der Erzählung der Genesis erschafft Gott nicht nur die Welt (1. Mose 1,1), sondern fügt ihr das göttliche Prädikat "sehr gut" hinzu (1. Mose 1,31). Er erschafft nicht nur Fische und Landtiere, sondern lässt es vor Tieren nur so wimmeln (1. Mose 1,20). Doch nicht nur das, Gott erschafft nicht nur eine Vielzahl von Tieren, sondern legt in sie das Potenzial zur Fruchtbarkeit (1. Mose 1,22).
Narrativ entfaltet das 1. Buch Mose hier eine Theologie lobpreisenden Charakters, die den Leser über die Größe Gottes staunen lässt. Diese Form der Theologie spiegelt sich auch in der Rede vom "ewigen Bund" wieder (1. Mose 9 und 17). Gott schließt nicht irgendeinen Bund, sondern entscheidet sich dafür, sich für alle Zeit an seine Schöpfung zu binden. Er sichert nicht nur den Fortbestand der Menschheit, sondern segnet sie, damit sie die Erde füllen. Der in der Schöpfungserzählung ausgesprochene Segen gilt nicht nur temporär, sondern für immer. 1. Mose 9 und 17 redet somit von einem Bund, der die Leserinnen und Leser in das Bundesgeschehen mit hineinnimmt, denn: Wenn der Bund Gottes mit Noah und Abraham ewigen Charakters ist, dann gilt er bis zum heutigen Tag.